raus aus den selbstzweifeln

Die meisten von uns wollen reich sein. Sie halten das Erreichen ihrer materiellen Ziele für das größte Glück. Stellt man es richtig an, ist die Belohnung Besitz, Fülle und Pracht. Die Schattenseiten sind Habsucht und Geldgier.

Wird ein Ziel nicht erreicht, kommen die Selbstzweifel. Ein paar Gedanken, wie du deine Selbstzweifel überwindest und den Schatten so klein machst, dass er gar nicht mehr auffällt.

Es ist ok, wenn du nach Gewinn, Reichtum und Sicherheit strebst. Ein sicherer Arbeitsplatz, ein lohnendes Objekt, günstige Geschäfte und damit fruchtbare Beziehungen im beruflichen Bereich sind super. Das Selbstbewusstsein steigt, man fühlt sich geliebt. Das wirkt sich sehr positiv auf die Gefühle aus. Die Welt erstrahlt in zartem rosa, niemand kann dir etwas anhaben, du fühlst dich unbesiegbar.

Dein innerer Reichtum öffnet dir die Augen für die zahlreichen Nuancen, wie deine große Vision aussehen darf. Du spürst diese innige Verbundenheit mit allem, was dich umgibt. Wäre es nicht schön, wenn dieser Zustand ewig dauern würde?

Wir erkennen unsere Selbstverantwortung, wollen noch mehr von uns selbst verwirklichen, weil es gerade so gut läuft. Weil wir uns in der Phase befinden, wo wir in der derzeitigen Wirklichkeit die Harmonie leben. Alles ist im Gleichgewicht und wir tendieren dazu, unser Umfeld fair zu beurteilen. Wir suchen den Ausgleich.

Wir haben einen so klaren Blick für unsere Ziele und die einzelnen Schritte dorthin, ich sag mal eine geradezu nüchterne Sichtweise, die uns hilft, noch mehr Erfolge zu ernten. Doch statt in die Tiefe zu gehen und hinter die Kulissen zu blicken, vergessen wir, dass zum Gleichgewicht auch die Schattenseiten gehören.

Statt der Tiefe der Gefühle, befolgen wir die Spielregeln in der Beziehung, bis wir uns in einem perfektem, rein kopfgesteuertem Beziehungsmodell wiederfinden und dieses Modell mehr lieben als den realen und lebendigen Partner an unserer Seite.

Selbstgerechtigkeit lässt grüßen, wenn uns dieser Partner irgendwann verlässt oder wir ihn, weil unsere Strukturen nicht mehr zueinander passen. Zwangsläufig zweifeln wir an uns und der Richtigkeit unserer Ziele. Wir fühlen uns ungeliebt.

Und doch profitieren wir immer noch von dem, was uns einst zu Glanz und Gloria verhalf.

Wohlstand und Macht

zumindest hab ich es mir so erdacht

Wir setzen uns mit materiellen und gesellschaftlichen Werten auseinander, wobei sich weitere gute Gelegenheiten ergeben, neue Ziele zu erreichen. Und trotzdem oder gerade deswegen befasst du dich mit Themen wie Wirklichkeitsnähe, Stabilität, Sicherheit, Ausdauer und Vermögen.

  • Wie gehe ich damit um?
  • Welche dauerhaften und wertvollen Erfahrungen durfte ich machen?
  • Wohin haben mich diese Erfahrungen gebracht?
  • Was hätte ich besser machen können?
  • Wieso ist es soweit gekommen?

Je nachdem, zu welcher Seite hin deine Gefühle tendieren, wirst du entweder eine Lösung finden oder dich dem Selbstzweifel hingeben.

Eine neue Leidenschaft wurde entfacht. Erst fühlen wir uns stark, strotzen nur so vor Kraft und die sexuelle Transformation lässt nicht lange auf sich warten.

Kurz nach einer Trennung ist das Bedürfnis sehr hoch, sich Bestätigung durch sexuelle Kontakte zu holen, weil sie uns die Lust wiederbringen, unsere bis dato brachliegenden Kraft endlich mal auszuleben.

Voller Energie und mit wahrer Leidenschaft widmest du dich deinen Aufgaben. Du hast durch diese Erlebnisse plötzlich neuen Mut und sprühst nur so vor Unternehmungslust. Deine Motivation ist riesengroß und niemand kann dich aufhalten. Bis du eines Nachts alleine, ohne Date zu Hause sitzt und der Selbstzweifel mit voller Wucht zuschlägt.


Du versuchst dein Gleichgewicht zu finden, dich dem Strom der Liebe hinzugeben, ohne dich an den Zwang deiner Triebe zu verlieren. Du bist gezwungen deine animalische Leidenschaft als Bestandteil jener Liebe zu betrachten, die nirgendwo anfängt und nirgendwo endet. Du willst ...

die goldene Mitte finden

Es ist menschlich und vollkommen in Ordnung, wenn du nach einer Trennung die Neigung zu Extremen verspürst. Deine Seele sucht immer den Ausgleich, die Harmonie, die du während der Beziehung nicht ausgelebt hast.

Vielleicht hast du den ganzen Tag gearbeitet und konntest deswegen nicht ein wertvoller Teil deiner Familie sein. Abends wolltest du lieber deine Ruhe haben, weil es tagsüber so stressig war. Oder du findest nicht den richtigen Partner, weil du durch die Betten der falschen hüpfst.

Das alles ist vollkommen legitim. Für eine gewisse Zeit.

Diese Phase ist auch irgendwann vorbei. Und zwar jetzt, wo du einsam und verlassen mit einem Familienbecher Eiscreme in deinem Bett verzweifelt versuchst einzuschlafen.

Eine zeitlang hilft es vielleicht, sich in den Schlaf zu masturbieren oder vor lauter Erschöpfung endlich um 5 Uhr Morgens einzuschlafen, während um 7 Uhr schon wieder der Wecker klingelt.

Lange wird das aber nicht gut gehen.

Wie wäre es, wenn du dich einfach auf die vor dir liegende Aufgabe konzentrierst?

  • Wenn du das Bett verlässt und stattdessen auf der Couch heulst?
  • Wenn du beim Abwaschen nur abwäscht, statt noch zwischendurch schnell mal auf dem Smartphone zu checken, ob er oder sie sich gemeldet hat?
  • Oder wenn du einen Einkaufszettel schreibst und nur Dinge einkaufst, die auch dort drauf stehen?

Einfach nur, weil du spürst, dass in diesem Moment nichts wichtiger wäre.

Nicht äußerer Glanz oder Glamour führen dich wieder zu dir selbst, sondern diese innig erlebte Intimität, die dir sagt: “Ich bin wichtig”.

Genau jetzt. Genau hier. Genau in diesem Moment.

Selbstzweifel bringt uns dazu, zu resignieren und eine innere Leere zu verspüren. Er konfrontiert uns mit unseren inneren Zweifeln und Urängsten.

Er bringt uns aber auch dazu abzuwarten und die Bereitschaft, schmerzliche Konsequenzen aus einer unbefriedigenden Situation zu ziehen.

Kümmerst du dich nicht rechtzeitig um dich selbst und lebst das Leben der anderen, wird die Wahrheit verdammt weh tun. Fehlschläge sind immer eine rechtzeitige Warnung, Dinge doch nochmal zu überdenken.

Du hast ein Date und der Bus hat Verspätung, weswegen du eine halbe Stunde zu spät ankommen würdest?

Ruf dir das letzte Date in Erinnerung, bei dem das passiert ist. Seid ihr zusammengekommen oder ist das die Beziehung von der du schon immer geträumt hast?

In den meisten Fällen höre ich ein klares “Nein”.

Oder du bist rechtzeitig los, weil Staumeldungen anhören einfach zum guten Ton dazugehört, bist überpünktlich und dein Date erscheint entweder zu spät oder gar nicht, weil es im Stau feststeckt?

Fühlst du dich so, als würde deinem Auserwählten oder deiner Auserwählten irgendetwas an dir liegen? Oder zweifelst du an der Fähigkeit des anderen, dir auch später Respekt entgegen zu bringen, bzw. deine Hand zu halten, wenn es mal brenzlig wird?

Hoffnungen scheitern, Beziehungen gehen zu Ende. Das Gefühl der Ohnmacht lähmt dich.

Mit dir ist trotzdem alles in Ordnung.

Optimistisches Hoffen ist da fehl am Platz. Zusehen zu müssen, wie Hoffnungen schwinden und damit vielversprechende Ansätze eine Entwicklung zunichte machen, tut im ersten Moment weh. Aber sie bringen uns auch wieder in die Realität, in die gelebte Wirklichkeit.

Statt dich jetzt im Selbstmitleid zu baden, mache dir bewusst, dass du ganz genau weißt, was du willst. Da gibt es nur die Entscheidung alles oder nichts. Sei ehrlich zu dir selbst und du wirst immer in deiner goldenen Mitte bleiben.

Schließlich wirst du ernten, was du gesät hast.

Es ist töricht zu glauben, aus einem Apfelsamen später Kohlköpfe ernten zu können.

mik
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